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Die Krankheit der Ärmsten

02.01.2010, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Czernowitz grassiert die Tuberkulose nach wie vor – „Licht“ möchte Klinik helfen

In Deutschland ist die „Schwindsucht“ schon so gut wie vergessen. In der Ukraine aber zählt sie zum Alltag. Kein Wunder, denn die Tuberkulose (Tb) ist eine Mangelkrankheit, die gerade unter den Ärmsten ihre Opfer sucht und findet.

CZERNOWITZ. Auch in Czernowitz, der Metropole der Bukowina, der einstigen Kronlande der K. und K. Monarchie der Habsburger, macht sie immer noch reiche Beute. Auch in der Westukraine wartet man noch immer auf den nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erhofften Wohlstand, die Kluft zwischen Arm und Reich ist auch am Rande der Karpaten enorm.

Die „Schwindsucht“ holt sich gerade die am Rande der Gesellschaft, die kaum etwas zu essen haben und ihren Frust und ihre Verzweiflung oft im Alkohol ersäufen oder mit Hilfe anderer Drogen wenigstens für ein paar Stunden vergessen wollen. Aber dann öffnet sich der Teufelskreis: Frauen (und obwohl es offiziell tabu ist, auch Männer) verkaufen sich für ein paar Grywna, um an Stoff zu kommen, wer sich spritzt, tut das oft mit unsauberen Nadeln. Und so kommt zu der Tuberkulose nicht selten auch noch Aids hinzu.


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