Anzeige

Region

Die Jugendfeuerwehren aus dem Täle probten am Wochenende in Frickenhausen den Ernstfall

21.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer am Samstagnachmittag am Frickenhäuser Rathaus vorbeikam, der konnte meinen, dass dort ein echter Rettungseinsatz stattfindet: Sirenengeheul, Rauch, Blaulicht, Feuerwehr-, Sanitätsfahrzeuge und Einsatzkräfte verwandelten den Vorplatz der Täles-Verwaltungszentrale in einen Schauplatz für ein täuschend echt aussehendes Einsatzszenario. Tatsächlich fand aber wie alle zwei Jahre das Projekt „24 Stunden Berufsfeuerwehr“ statt, das die Jugendfeuerwehren Beuren, Frickenhausen, Kohlberg und Neuffen gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz Linsenhofen absolvierten. „Die 24-Stunden-Übung soll die Zusammenarbeit untereinander stärken“, erläuterte Sascha Patka, Hauptverantwortlicher der Übung, den Zweck der Großveranstaltung. 70 Jugendfeuerwehrleute und Sanitäter, 37 Betreuer und elf Einsatzfahrzeuge waren vor Ort dabei. Bei dem Rettungseinsatz, der den Höhepunkt der Übung darstellte, galt es, einen Brand in der Tiefgarage des Rathauses an einem nach einem technischen Defekt brennenden Fahrzeug zu löschen. Das Feuer griff außerdem auf den Sitzungssaal und die Sozialräume über, in denen sich auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung befanden. Nach 45 Minuten hatten die jungen Feuerwehrleute es dann tatsächlich geschafft, unter Einsatz von Atemschutzgeräten und Löschmitteln das Feuer zu löschen und die Verletzten, die vorher geschminkt worden waren, ihren Sanitätskameradinnen und -kameraden zur ersten ärztlichen Versorgung zu übergeben. „Es wurden sechs Personen gerettet, die wir ärztlich versorgt haben“, berichtete Christoph Wohlfahrt, Bereitschaftsleiter des DRK Frickenhausen. „Es freut mich, dass wir im Neuffener Tal eine so starke Jugendarbeit bei der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz haben“, freute sich der Hausherr, Bürgermeister Simon Blessing. Für die jungen Nachwuchsretter ging die Übung, die morgens um acht Uhr mit der Überprüfung der Fahrzeuge und dem Herrichten der Schlafstätten begonnen hatte, noch bis Sonntagmorgen acht Uhr weiter. In den einzelnen Feuerwehrhäusern galt es da noch, sich in den Themen Gerätekunde, Brandschutz und Erste Hilfe weiter zu bilden. rf

Region