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Der Steuerzahler soll dafür zahlen

18.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrich Deuschle, Notzingen, Kreisvorsitzender der Republikaner. Es vergeht kaum ein Tag, an dem es über Griechenland und seine öffentlichen Finanzen keine Schlagzeilen gibt. Die Griechen fühlen sich provoziert und ein Verbraucherverband ruft sogar zum Boykott deutscher Waren auf. Aus der Finanzkrise Griechenlands droht eine politische Krise Europas zu werden.

Was ist geschehen? Griechenland hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt, hat mehr ausgegeben als gespart und kann kaum mehr seinen Schuldendienst bezahlen. Schon der Eintritt in die Eurozone wurde unter falschen Angaben über den Schuldenstand erschwindelt. Die Teilnahme an der Europäischen Währungsunion hat Ländern wie Griechenland, Portugal und Italien immense Vorteile gebracht. Mussten sie früher Zinsen für ihre Schuldtitel in nationaler Währung, weit über denen von Deutschland oder Frankreich bezahlen, so profitierten sie später von der Stabilität der gemeinsamen Währung und konnten ihren Lebensstandard stark erhöhen. Dieser Prozess wurde aber im Wesentlichen nicht durch Produktivitätsfortschritte erwirtschaftet, sondern über eine starke Ausweitung der Kredite und der Staatsausgaben. Nun soll der deutsche Steuerzahler für den finanzpolitischen Schlendrian der Südeuropäer bezahlen. Dies ist aber grundsätzlich falsch.

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