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Der Angeklagte wollte seine Ruhe haben

20.06.2011, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gewalttäter wird neben Beleidigung und Bedrohung auch Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz vorgeworfen

NÜRTINGEN. Die Ehe stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Eltern des Mannes krittelten gleich zu Beginn an der jungen Frau herum. Die Ehe war nicht zuletzt deshalb eingegangen worden, weil sie bereits im siebten Monat schwanger war. Die zwei Kinder, die bald für Umtrieb in der Nürtinger Wohnung sorgten, änderten nichts am Zug zur Gewalttätigkeit des Mannes. Er schlug die Frau und die Kinder bei jeder Gelegenheit. Zum Beispiel war ihm seine Frau zu nachgiebig bei der Erziehung der Kinder, während er nur Befehl und Gehorsam für angebracht hielt. Einmal rief sie die Polizei, die ihn aus dem Haus wies. Auf die Frage von Richter Benjamin Bäßler, warum sie nicht schon früher ausgezogen sei, erwiderte sie: „Weil ich Angst hatte.“

Einmal schlug er seine Frau so, dass er sie anschließend ins Krankenhaus bringen musste, wo sie dem Arzt erzählte, dass sie von der Treppe gefallen sei. Er selber hatte seine Schwierigkeiten beim Umgang mit anderen. Der gelernte Mechaniker hielt es nie länger als einige Monate an einem Arbeitsplatz aus. Die längste Zeit in einer Stelle waren neun Monate. Es waren immer die Arbeitskollegen, die kein Verständnis für ihn zeigten. So verlegte er sich zuletzt auf einen Gebrauchtwagenhandel, der nach Anfangserfolgen immer schlechter lief. Schließlich ging die Frau ins Geschäft und brachte das notwendige Geld ins Haus.


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