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Das Kulturerbe erhalten

25.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gedenkstunde zum Tag der Heimat in Esslingen

ESSLINGEN (pa). Unter dem Leitwort „Unser Kulturerbe – Reichtum und Auftrag“ veranstaltete der Bund der Vertriebenen auf dem Pliensaufriedhof in Esslingen-Zollberg eine Gedenkstunde zum Tag der Heimat. Alle Redner würdigten den Anteil der Vertriebenen bei der Eingliederung nach dem Zweiten Weltkrieg.

In Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger überbrachte Bürgermeister Bertram Schiebel die Grüße der Stadt Esslingen. Er erinnerte an die die Eingliederung der Heimatvertriebenen mit all ihren Problemen des Alltags. Damals waren in Stadt und Kreis rund ein Viertel Neubürger ansässig. Gemeinsam habe man alles bewältigt.

Die Festansprache hielt der Politikwissenschaftler und Journalist Bernd Kallinna vom Deutschlandfunk. Mit Daten zählte er die Ereignisse von der Potsdamer Konferenz im Jahr 1945 bis hin zum Dokumentationszentrum „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin auf. Die Vertreibung sei und bleibe Unrecht. „Wir dürfen nicht im Ende des Zweiten Weltkrieges die Ursachen für Flucht, Verschleppung und Vertreibung sehen. Vielmehr: Was war vorher, das zur Gewaltherrschaft und Tyrannei führte?“ Schon früh hätten sich die Vertriebenen mit ihrer Charta aus dem Jahr 1950 zu Frieden, Freiheit, Gewaltverzicht und Europa bekannt. Es gelte weiterhin die Erinnerung wachzuhalten, das kulturelle Erbe als Auftrag anzunehmen und den Nachkommen weiterzugeben.


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