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Das Innerste nach außen

25.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Morgen, an Fronleichnam, geht es nach draußen. Jesus verlässt die Kirche. Es kommt das nach draußen, was uns „innen“ das Allerwichtigste ist. Symbolisch – im Zeichen des heiligen Brotes – wird Jesus durch die Straßen der Städte getragen. So ist das an Fronleichnam Brauch – zumindest in den katholischen Gegenden. Das ist ein Grund zur Freude: Jesus zieht durch die Straßen. So wie er es vor 2000 Jahren getan hat.

Marcel Holzbauer

Die Straße war der Ort Jesu, sie war sein „Zuhause“, war das Gewohnte seines Lebens. Die vielen Fronleichnamsprozessionen morgen gehen mit ihm da hin, wo er anzutreffen war und heute wohl anzutreffen wäre. Deshalb werden von den Kindern Blumen auf den grauen Asphalt gestreut, werden Straßen für den Autoverkehr gesperrt, mancherorts werden sogar Fahnen aufgestellt. Es soll doch besonders schön und feierlich sein, wenn Jesus durch die Straßen zieht: „Seht her! Das ist uns das Wichtigste: Jesus Christus.“ „Seht, da ist der Mensch!“ Auf Latein: „ecce homo“. Diese Worte hat, so schreibt es der Evangelist Johannes, der römische Statthalter Pontius Pilatus im Prozess gegen Jesus gesprochen.

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