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Bonsai-Ausstellung in Grötzingen fand großen Anklang

19.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das japanische Wort „Bonsai“ bedeutet Pflanze in der Schale. In China heißt die Kunst der Wuchsbegrenzung von Pflanzen „Penjing“ und wurde bereits vor rund 800 Jahren von chinesischen Mönchen praktiziert. „Penjing bedeutet Treppe zum Himmel und hatte bei den Mönchen damals auch einen religiösen Hintergrund“, sagt Alois Krieg vom Bonsai-Arbeitskreis Aichtal-Filder. Es war die zwölfte Ausstellung der Bonsaifreunde am Wochenende in der Grötzinger Mehrzweckhalle. Zu sehen waren 90 Exponate. Diese reichten von der 80 Kilogramm schweren und 53 Jahre alten Lorbeerfeige (Bild) bis zum Mini-Bonsai, der auf einem kleinen Finger Platz findet. „Fast jeder Baum kann zum Bonsai werden“, sagt Alois Krieg. So waren unter anderem in der Ausstellung sowohl europäische Buchen, Eichen, Ahorn- und Apfelbäume als auch japanische Ulmen oder chinesische Feigenbäume zu bewundern. „Viele Leute lehnen die Bonsai-Kunst als Vergewaltigung der Natur ab, dabei ist es in der Natur vorgegeben. Im Hochgebirge sind viele Pflanzen verzwergt“, weiß Krieg. Der Anmut und Schönheit der kleinen Bäume kann sich wohl kaum einer entziehen. Wer Interesse an der Bonsai-Kunst hat, kann sich unter (0 71 27) 5 94 91 an Bernd Huber vom AK Aichtal-Filder wenden, neue Mitglieder sind im Arbeitskreis immer gerne gesehen. jh

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