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Bis zur Weißglut

24.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kerstin Müller, Nürtingen. Ich muss mich wundern, dass erst zwei Wochen nach den ersten Beschwerden über das Nürtinger Verkehrschaos per Leserbrief und viel vergangenem Gezeter endlich aus allen Richtungen richtig reagiert wird. Gestern sollte also der Vor-Ort-Termin an der Schlesierstraße stattfinden. Warum nicht schon früher? Warum muss man die Menschen erst bis zur Weißglut über diese Verkehrsplanung bringen? Ist den Herren im Rathaus eingefallen, dass auch mal wieder Wahlen sind?

Es wird auch viel über die vielen Kinder in der Schlesierstraße diskutiert. Das sei ja viel zu gefährlich, um die bösen, bösen Autofahrer dort fahren zu lassen. Eine Straße ist immer noch für die Autofahrer da und nicht für spielende Kinder. Außerdem fragt ja auch keiner die Schüler, die morgens über die Neuffener Straße, Mühlstraße, Gerberstraße oder sonstigen Hauptverkehrsstraßen zur Schule müssen, ob es dort gefährlich ist.

Ich biete den Gegnern der Schrankenöffnung gerne für die restliche Bauzeit der Straße meinen Job in Reutlingen an, damit sie tagtäglich am eigenen Leib dieses nervenaufreibende Spiel erleben. Vielleicht kommt man dann beim nächsten Desaster (und das bleibt mit Sicherheit nicht aus) etwas schneller in die Puschen.

Ich kann mich erinnern, dass die Stadt Nürtingen vor einigen Jahren den Titel „bürgerorientierteste Stadt“ erhalten hat. Leider ist davon überhaupt nichts mehr zu spüren.


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