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Betrügerische Bestellungen

26.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(lp) Das Betrugsdezernat der Polizeidirektion Esslingen wurde in dieser Woche über einen Fall informiert, bei dem eine Kirchheimer Computervertriebsfirma um mehrere tausend Euro betrogen worden war. Bei der Firma ging Anfang Juni per E-Mail von einer französischen Firma eine Bestellung für Computerzubehör über 28 000 Euro ein. Eine Woche später beauftragte die Computerfirma eine Spedition mit der Lieferung der Ware nach Frankreich. Noch vor Eintreffen der Bestellung in Frankreich wurde die Lieferanschrift vom Auftraggeber wegen mangelndem Lagerplatz geändert. Die Ware wurde an die neue Anschrift geliefert. Als eine weitere Bestellung einer anderen französischen Firma einging, wurden die Mitarbeiter der Kirchheimer Firma misstrauisch. Die Bestellmail glich bis auf den Firmennamen dem vorigen aufs Haar. Sofort versuchten sie die Auslieferung der Ware zu verhindern, was jedoch nicht mehr gelang. Die Computerteile wurden bereits von den betrügerischen Bestellern abgeholt. Zwischenzeitlich gingen weitere Bestellungen dieser Art bei der Firma ein. Alle Firmen sind in Frankreich existent, haben jedoch keinerlei derartigen Aufträge getätigt. Die unbekannten Betrüger bestellen im Namen existenter französischer Firmen und leiten anschließend die so angeforderte Ware an eine andere Lieferanschrift um. Diese Masche ist dem Betrugsdezernat der Kriminalpolizei bekannt. Die Spezialisten warnen Firmen im Landkreis vor solchen Praktiken und weisen in diesem Zusammenhang zur Wachsamkeit bei Lieferung insbesondere ins Ausland hin. Ein Rückruf bei der Bestellerfirma ist in diesen Fällen ratsam.

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