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Besuch aus Brasilien in Wolfschlugen

25.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vier Besucher aus Brasilien waren jüngst zu Gast beim Offenen Abend der Evangelischen Kirchengemeinde in Wolfschlugen. Die beiden deutschstämmigen Mitglieder der Reisegruppe waren die evangelischen Theologen Hans Trein und Dr. Renate Gierus von der Organisation Comin, die sich in Brasilien im Auftrag der Kirche für die indigenen Völker und ihre Rechte einsetzt. Mitgebracht hatten sie die beiden Indigenen Merong Tapuruma und Jocelino de Silveira Qiezza. Sie leben auf ursprünglichen Stammesgebieten ihrer Völker, die sie durch Erlasse der Regierung vor einiger Zeit von Großgrundbesitzern zurück bekommen haben. Dort versuchen sie, ihr Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten und von dem zu leben, was die Erde ihnen hergibt und sie mit traditionellem Kunsthandwerk verdienen können. Jocelino de Silveira erzählte von seiner Tätigkeit als Lehrer und wie er versucht, sein Leben mit Traditionen seines Volkes in einer sich wandelnden Gesellschaft zu gestalten. Merong Tapuruma berichtete von dem Kampf, den seine Gruppe durchfechten müsse, um das zugesprochene Land wirklich in Besitz zu nehmen: „Wir sind schon weit, aber es gibt trotzdem noch viel zu tun, um Widerstände zu überwinden.“ Die Fußball-WM in dem Land im Sommer sehen sie sehr kritisch: Jocelino da Silveira: „Das Geld, das für Stadien ausgegeben wird, hätte man viel dringender für Schulen, Krankenhäuser oder für Investitionen in die Sicherheit der Menschen gebraucht.“ pm

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