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Ausgrabungen zwischen Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten

18.08.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf den Feldern zwischen Burrenhof und Grabenstetten wird derzeit fleißig gearbeitet. Studenten der Universitäten Tübingen, Cambridge und Umeå sind gerade dabei, im Rahmen einer Lehrgrabung weitere Spuren der Kelten im Heidengraben zu sichern. Untersucht wird derzeit eine Grabenstruktur, die die Archäologen bei den letzten Forschungseinsätzen zwischen den Hügelgräbern beim Burrenhof entdeckt haben. Nach geomagnetischen Untersuchen breiten sich die Gräben sternförmig bis auf die Anhöhen in der Umgebung der drei Heidengraben-Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben aus. Nun machten sich die Wissenschaftler auf die Suche nach Belegen in der Erde. Schicht für Schicht müssen sie sich dabei vorarbeiten. Die Trockenheit und die Hitze erschweren die Grabungen – damit der Boden nicht zu schnell austrocknet und mögliche Fund zerstört, wird die Ausgrabungsstelle immer wieder befeuchtet oder mit Folien abgedeckt. „Warum die Wege angelegt wurden, kann noch nicht gesagt werden“, betonte Archäologe Dr. Gerd Stegmaier bereits in einer Pressekonferenz vor Beginn der Grabungen. Er vermutet jedoch, dass die Gräben und die parallel dazu verlaufenden Wege zunächst kultischen Zwecken dienten. Insgesamt graben die Archäologen sechs Wochen im Gebiet des ehemaligen keltischen Oppidums. Dabei untersuchen sie auch ein vermutetes Urnengräberfeld neben der ehemaligen Elsachstadt und historische Brunnen, die bei Bauarbeiten in der Ortsmitte von Grabenstetten gefunden wurden. Deren Strukturen könnten bis in die Bronzezeit zurückdatiert werden. psa

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