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Armut im Land ist oft versteckt

22.09.2018, Von Miriam Schröder — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

SPD-Veranstaltung zu Kinderarmut – Kindergrundsicherung als mögliche Lösung

„Das Thema Kinderarmut steht viel zu selten auf der politischen Agenda. Dabei leben alleine im Landkreis Esslingen über 5000 Kinder unterhalb der Armutsschwelle“, mit dieser Feststellung eröffnete Regina Rapp, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, am Dienstagabend die Dialogveranstaltung der AG zum Thema „Wege aus der Kinderarmut“. Sie moderierte den Abend im Blauen Saal in der Augustiner Straße, zu dem sie die Generalsekretärin der SPD in Baden-Württemberg, Luisa Boos, begrüßen konnte.

„Bei den Zahlen zu Kinderarmut gibt es eine riesige Dunkelziffer, Armut ist gerade in Baden-Württemberg oft versteckt“, erklärte Boos, die sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema auseinandersetzt. Das liege auch daran, dass es vielerorts ein Tabu-Thema sei, nicht genügend Geld zu haben. „In Baden-Württemberg kommt noch dazu, dass es in einem wohl situierten Umfeld besonders schwer ist, relativ arm zu sein.“

Als Kind unter Armut zu leiden, präge ein Leben lang, so Boos. „Neulich hat mir jemand erzählt: Ich war die ganze Kindheit damit beschäftigt, zu verstecken, wie wenig Geld wir haben. Wir wollten nicht die Hartz-IV-Kinder sein, wir wollten nicht die Ausgeschlossenen sein.“ Bei der relativen Armut in Deutschland ginge es dabei oft um Teilhabe und Ausgrenzung.


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