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Angst fürchtet das Vertrauen

31.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Große Zahlen haben heute Konjunktur. Rettungsschirme spannen Hunderte von Milliarden über strauchelnde Finanzsysteme. Und der geheimnisvolle Hebel macht aus den Milliarden dann Billionen. Einerseits faszinierend – andererseits beängstigend. Viele Hoffnungen hängen am Rettungsschirm. Viele Sorgen und Unsicherheiten aber auch. Hilft immer mehr vom Alten wirklich – oder braucht es am Ende etwas ganz Neues, damit die Hoffnungen blühen und die Ängste sich auflösen?

Martin Luther hat sich mit Rettungsschirmen anderer Art auseinandergesetzt. Da ging es um kleinere Beträge. Aber im Grunde um dieselbe Frage: Tragen diese Rettungsschirmchen? Die Rettungsschirmchen des Mittelalters waren die Ablassbriefe. Eine Art Rabattaktion fürs Jenseits gegen bare Münze. Für Luther war klar geworden: Nein, sie tragen nicht. Gottes Freundlichkeit ist nicht käuflich. Funktioniert nicht. Geld löst das Problem nicht.

Nur: Was ist die Alternative? Luther hat die Alternative in der Bibel gesucht. Im Grunde suchte er Argumente gegen die Angst. Gegen die Sorgen der Menschen. Gegen eine Furcht, die Menschen hilflos und mutlos macht. Er suchte Argumente gegen ein System, das sich diese Angst zunutze machte. Und den Reformationstag gibt es, weil er fündig wurde.


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