Nürtingen

Zeit der Menschlichkeit

05.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine kleine Tonfigur liegt auf meinem Schreibtisch. Gewickelt, die Füße in einem angedeuteten Schlafsäckchen verborgen. Die Hände freundlich geöffnet. Ein rundes Baby-Gesichtchen mit dicken Bäckchen, entspannt und doch aufmerksam lächelnd.

Stephanie Krause Pfarrerin Neuenhaus

Sie liegt auf einem Stück Baumrinde, das ist die Krippe, mit etwas Stroh. Sie ist zerbrechlich. Zerbrechlich wie der Friede auf der Welt und wie alles, nicht nur menschliches, Leben auf der Welt.

Die Adventszeit ist für viele Menschen eine schöne Zeit; mit Gerüchen, die an früher, an Kindheit und Heimat erinnern, mit Melodien und Klängen, mit Begegnungen, heißem Tee und Selbstgemachtem auf dem Weihnachtsmarkt, mit Geschenken für die, denen wir eine Freude machen wollen.

Die kleine Tonfigur auf meinem Schreibtisch ruft die Erinnerung in mir wach: Die Advents- und Weihnachtszeit ist die Zeit der Menschlichkeit. Die adventlichen Schönheiten mit Licht und Musik müssen nichts überdecken, was die Welt im nun zu Ende gehenden Jahr erlebt hat.

Wir singen die vertrauten Lieder nicht, um andere Stimmen in uns nicht mehr hören zu müssen. Wir schmücken Fenster, Straßen und Zimmer nicht, um vor dem, was uns wirklich bewegt, die Augen zu verschließen.

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