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Nürtingen

„Wir sind eine enthemmte Gesellschaft“

27.07.2010, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im katholischen Gemeindehaus wurde das Thema Missbrauch behandelt – Dem Referat folgte eine lebhafte Diskussion

Die Kirche befindet sich in schwierigem Fahrwasser. Seit dem Beginn der Missbrauchsdiskussion hat sich die Austrittsrate verdoppelt, in manchen Gegenden sogar verdreifacht. Zu der krisenhaften Entwicklung fand am Donnerstag im katholischen Gemeindehaus ein öffentliches Forum statt.

NÜRTINGEN. Die Stichworte waren sexueller Missbrauch, Machtmissbrauch und Vertrauensverlust. Dass das Thema vielen Menschen am Herzen liegt, zeigte die überaus lebhafte und engagierte Diskussion, die sich an ein Referat von Oliver Schütz anschloss. Schütz ist Dekanatsreferent für das Dekanat Esslingen-Nürtingen. Er ist von Haus aus Theologe, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Viele Menschen, die sich zur Kirche zählen, wenden sich von ihr ab. Sie haben in die Kirche ihr Vertrauen gesetzt – und sehen sich heute vor einem Scherbenhaufen. Sie sind enttäuscht von einer Kirchenleitung, die offenbar manches unter den Teppich kehrte. Von manchem, das die Mitglieder der Kirche als heilig betrachteten, zeige sich nun das Gegenteil, nämlich Scheinheiligkeit. Oliver Schütz kann nachvollziehen, dass es für viele sehr schmerzlich ist, von idealen Vorstellungen Abschied nehmen zu müssen.


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