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Nürtingen

Wie heimlich kommt ein Richter ins Haus?

11.10.2008, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zweiter Verhandlungstag im Prozess gegen Nürtinger Amtsrichter – Pflegepersonal wurde als Zeugen gehört

NÜRTINGEN/STUTTGART. Gestern fand vor dem Stuttgarter Landgericht der zweite Tag im Prozess gegen den Nürtinger Amtsrichter Michael Irmler statt. Ihm werden Rechtsbeugung, Freiheitsberaubung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Er soll in vielen Fällen freiheitsentziehende Maßnahmen wie Fixierungen oder Bettgitter für die Bewohner von Heimen angeordnet haben, ohne die dazu nötige Anhörung vorgenommen zu haben. Am gestrigen Verhandlungstag sagten Pflegedienstleiter und Pflegekräfte der Heime aus, in denen sich die Fälle ereignet hatten.

Dabei ging es vor allem um die Frage, ob es möglich war, dass Irmler die Anhörungen machen konnte, ohne Kontakt mit dem Pflegepersonal zu haben. Er hatte ausgeführt, sich an der Belegtafel im Eingangsbereich orientiert zu haben und dann selbst in die Zimmer gegangen zu sein. Dabei wollte er nicht ausschließen, auch einmal mit einer falschen Person gesprochen zu haben. In acht Fällen waren die Personen zum angeblichen Zeitpunkt der Anhörung bereits verstorben.


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