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Nürtingen

?Was ein Leben ohne Gott mit sich bringt?

29.02.2012, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sehr gut besuchter Vortrag im Stadtmuseum befasste sich mit der Rolle von evangelischer und katholischer Kirche zur Nazi-Zeit

Eine Partei, die sich als eine Art Religion stilisiert, kann keine wirkliche Religion neben sich dulden. Wie sich diese Konstellation nach 1933 in Nürtingen auswirkte, kam am Montag im Stadtmuseum zur Sprache.

NÜRTINGEN. Der Mittelalterhistoriker Dr. Steffen Seischab, Mitautor des jüngst erschienenen Buches „Nürtingen 1918–1950“, skizzierte die Rolle der evangelischen und katholischen Kirche in Nürtingen während des Nationalsozialismus. Er entwickelte das Thema am Beispiel von zwei Personen, des evangelischen Dekans Christoph Harpprecht und des Metzinger Stadtpfarrers Alois Dangelmaier, der als Seelsorger auch für die Nürtinger Katholiken zuständig war.

Christoph Harpprecht wurde 1888 in der Zeit einer engen Verbindung zwischen evangelischer Kirche und Staat geboren. Er kam aus einer Familie, die über Jahrhunderte hinweg der Schicht der Honoratioren angehörte. Nach einer Vikariatszeit hatte er den Talar mit der Uniform zu tauschen.

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