Nürtingen

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

24.01.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zu Höcke wollten sich die AfDler in Nürtingen nicht äußern

NÜRTINGEN (ali). „Nicht das Holocaust-Denkmal, Sie sind eine Schande Herr Höcke“ stand am Samstag auf Plakaten, die Teilnehmer der Veranstaltung „Nürtingen ist bunt“ vor sich hertrugen oder die an den Absperrgittern auf dem Jorderyplatz lehnten. Deutliche Worte.

Eine klare Ansage zu den unerträglichen Äußerungen des Rechtspopulisten Höcke ließen hingegen AfD-Mitglieder wie der Landessprecher Lothar Maier oder die Spitzenkandidatin der AfD Baden-Württemberg für die Bundestagswahl 2017, die 37-jährige Alice Weidel, vermissen. Die Unternehmensberaterin aus Überlingen wollte der Erklärung des Bundesvorstands nicht vorgreifen.

Auch bei der Nominierung ihrer Bewerber für die Bundestagswahl wollte sich die Parteimehrheit nicht in die Karten schauen lassen. Man wollte damit verhindern, dass sich Aussagen von rhetorisch unerfahrenen Bewerbern in den Medien wiederfinden. „Es gibt bestimmte Medien, die einen veritablen Vernichtungsfeldzug gegen uns fahren“, so Maier.

Warum die AfD nach Kehl und Nürtingen einen weiteren Parteitag benötigt, um die Listenplätze für die Bundestagswahl zu vergeben, begründete Landessprecher Maier damit, dass rund 100 Bewerbungen vorlägen. Jeder Bewerber habe sieben Minuten Zeit, sich auf dem Parteitag vorzustellen und an jeden Bewerber könnten drei Fragen gerichtet werden. Danach werde abgestimmt. Ein zeitraubendes Verfahren, so Maier.

In welcher Stadt der nächste AfD-Nominierungsparteitag stattfindet, ließ Maier offen. Anfang März sei die nächste Veranstaltung geplant. Auf die Frage, ob die K3N als Tagungsort noch mal angefragt werde, wollte er sich nicht äußern. Als Tagungsort liege Nürtingen sehr zentral und auch der Service im K3N sei sehr gut.

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