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Nürtingen

Über Land und Meer ins Asylbewerberheim

08.11.2011, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach dem großen Glück

NÜRTINGEN. Den Passbeamten am Stuttgarter Flughafen kam die Sache gleich merkwürdig vor. Der Mann, der vor ihnen stand, schien in keine Rubrik zu passen. Einerseits trug sein Ausweispapier die Stempel unzähliger Länder, die er besucht haben wollte, von Australien über Vietnam, Holland und Frankreich bis zu den USA, andererseits wollte es nicht zu einem Weltreisenden passen, dass er nicht ein Wort Englisch und schon gar kein Deutsch sprach.

Laut Pass hatten es die Beamten mit einem Mann aus Südkorea zu tun. Als man aber einen Koreanisch-Dolmetscher zu Hilfe rief, zeigte sich, dass der Eingereiste auch kein Koreanisch verstand. Nach vielem Hin und Her gab der 28-Jährige schließlich seine Identität preis. Er stammte aus Afghanistan und gehörte dem Stamm der Hazara an, der im Zentrum des Landes beheimatet ist. Die Hazara führen ihre Ursprünge auf Dschingis Khan zurück. Bei den großen Kriegszügen des Eroberers sei der Stamm in Afghanistan hängen geblieben.


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