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Übelst abgekumpelt

01.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(vh) Der Jugend aufs Maul, pardon, den Mund, geschaut hat jüngst das Nachhilfe-Unternehmen Schülerhilfe. Assistiert hat beim „Kultwort-2011“-Wettbewerb der Autor Bastian Sick, der sich als grammatikalisch beschlagener Sprachmarotten-Aufklärer („Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“) einen Namen gemacht hat. Das Siegerwort unter den von Schülern eingereichten Vorschlägen ist „abkumpeln“. Was soll das bedeuten? Na, was wohl. Gemütlich in netter Runde mit Freunden rumhängen, das heißt abkumpeln. Die Einsenderin bekam dafür als Preis ein Computerspiel.

Auch einen Preis gab’s für „Facey“, das ist – na, klar doch – eine Bezeichnung für einen Facebook-Nutzer. Auf Platz drei der Liste der diesjährigen Kultworte geschafft hat’s ein alter Klassiker, der, so glaubt man noch zu wissen, ursprünglich aus Berlin stammt: „knorke“. Wer irgendwann dahintergestiegen ist, dass wer chillt eigentlich nur relaxt, der wird vielleicht an der kultverdächtigen Neuschöpfung „chilleaxen“ seine Freude haben. Noch immer angesagt ist offenbar das durch Bundeskanzler Schröder bekannt gewordene „suboptimal“. Und wer „übelst“ sagt, meint eigentlich nur „sehr“.

Na, dann werd ich alter Facey nach dieser voll suboptimalen Schreibübung erst mal ordentlich chilleaxen und später übelst abkumpeln. Ist doch knorke!


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