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Trojanische Pferde

20.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) „Welcher Wahnsinn treibt euch“, wollte der trojanische Priester Laokoon von seinen unseligen Mitbürgern im Schatten des trojanischen Pferdes wissen. „Meint ihr, die Griechen seien wirklich davongeschifft oder eine Gabe der Danaer verberge keinen Betrug?“ Doch die Mehrheit des Volkes ließ sich nicht beirren. Das hölzerne Pferd am Ufer musste ein Weihegeschenk für die beleidigte Göttin Pallas Athene sein, um sie milde zu stimmen. Sie fielen auf die List herein, brachten das Tier in die Stadt und besiegelten damit Trojas Ende.

Hätten sie auf ihren Priester gehört: Die im Pferd versteckten Krieger um Sagenheld Odysseus stiegen nachts aus dem Tier und öffneten die Stadttore. Die Belagerer fielen ein und zerstörten Troja in einem gigantischen Gemetzel.

Statt hölzerner Pferde geistern heute gleichnamige Programme durchs Internet. In schier unzähligen Varianten kann man sie sich einfangen.

Mit List und Tücke arbeiten aber auch die digitalen Epigonen des Odysseus: Sie sind oft als scheinbar harmlose Software getarnt: Der Angreifer versteckt sich beispielsweise in einem Dienstprogramm oder im gratis Erweiterungs-Baustein des Internetbrowsers. Er kann aber auch in E-Mails lauern. Ein falscher Mausklick und mit einem Schlag gelangen die Angreifer hinter sämtliche Schutzwälle des belagerten Rechners.


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