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Nürtingen

Töpferei gibt immer weitere Geheimnisse preis

30.05.2005, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vortragsabend über den römerzeitlichen Fund - Produktion wurde 190 nach Christus aufgenommen

NÜRTINGEN. Die Schüsseln, Teller und Näpfe, die in der römischen Töpferei in der Ruthmänninstraße unweit der Drei Linden hergestellt wurden, waren keine Exportschlager. Das machte die am Freitag im Stadtmuseum abgehaltene Vortragsveranstaltung deutlich. Die Nürtinger Töpfer belieferten Kunden im Nahbereich. Bisher wurde nur ein Gefäß aus Nürtingen in größerer Entfernung gefunden, nämlich in Linz, wobei die Frage offen bleiben muss, ob das Gefäß nach Linz verkauft oder von seinem Besitzer in das damals ebenfalls römische Linz mitgenommen wurde.

Auf jeden Fall sind dem römischen Brennofen die, wenn man so will, ältesten Nürtinger Namen zu danken. Es sind Verecundus, Saturninus und Marcellus. Diese drei Namen wurden in den noch weichen Ton der Gefäße vor dem Brennvorgang eingestempelt. Leider ist damit auch schon alles gesagt. Die Wissenschaft ist sich nicht sicher, ob die Namen für die Besitzer der Töpferei stehen, für die Pächter oder für die frühen Facharbeiter, welche die Gefäße in Form brachten. An einem Scherben, der in Nürtingen ans Licht kam, befinden sich noch die Fingerabdrücke des Töpfers.


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