Nürtingen

Sterbehilfe und Lebenshilfe

21.11.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Ich habe selbstbestimmt gelebt. Ich will auch selbstbestimmt sterben“: Warum tun wir uns so schwer damit, einem Menschen zu helfen, sein Leben zu beenden, wenn es ihm unerträglich erscheint?

Uralt ist diese Sehnsucht nach dem Tod. Schon im Alten Testament klagt Hiob: „Warum gibt Gott dem Leidenden Licht und Leben denen, die verbittert sind, die sich sehnen nach dem Tod, doch er kommt nicht?“

Hiob hatte sich nach dem Tod gesehnt. Wirklich? Oder meinte er mit seinem Schrei eher: „So wie jetzt kann und will ich nicht leben!“

Wenn das seine und die Botschaft sterben wollender Menschen ist, dann müssten wir antworten: „Wir setzen alles daran, deine Situation zu ändern.“ Genau darauf zielen die Palliativstationen ab.

Professor Dr. Giovanni Maio, Medizinethiker aus Freiburg, gibt dazu wertvolle Denkanstöße. Leben würde heute in wertvolles Leben unterteilt, in dem wir etwas leisten, und in überflüssig gewordene Lebenszeit. Wenn wir demnach krank oder alt sind, könnten, ja müssten wir uns von der Gesellschaft verabschieden, weil wir ihr dann nur noch zur Last fallen. Das hätten wir so stark verinnerlicht, dass wir selber daran glauben, denn es klingt brutal logisch.

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