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Sport ist Mord

12.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Die Kinder sollen sich mehr bewegen. Sie sollen mehr Sportunterricht bekommen, damit aus ihnen keine wamperten Stubenhocker werden, hört man immer wieder gerne, vor allem von Politikern. Dabei erinnert sich so mancher Erwachsene noch immer mit Grausen daran, wie ihm im Sportunterricht die Freude an der Bewegung endgültig vergällt wurde.

Zum Beispiel mithilfe des beliebten Mannschaftsauswahlverfahrens, bei dem sich zwei Leute jeweils abwechselnd aus der Reihe der anderen jemanden für ihre Mannschaft auswählen. Es bleiben immer dieselben Leute bis zum Schluss stehen und werden dann mit viel Gemurre der anderen als Letzte einer Mannschaft zugeteilt. Es mag ein geeignetes Verfahren sein, jeweils gleich starke Mannschaften zu bilden, für die ewig Letzten ist diese Prozedur eine dauernde Demütigung und garantiert kein Anreiz, sich in der Freizeit in den nächsten Sportverein zu begeben. Zumal dort keiner auf einen Bewegungslegastheniker fürs Volleyballteam gewartet hat.

Selten hat man davon gehört, dass Kinder wegen schlechter Englischnoten ausgelacht werden; jemand, dem das Talent fehlt, Bälle präzise zu werfen, wird fast zwangsläufig zum Gespött der ganzen Klasse, befeuert vom rustikal agierenden Sportlehrer, dessen Tonfall sich seit der Zeit als Unteroffizier nicht geändert hat.


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