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Nürtingen

Seyran Ates ist empört und entsetzt

14.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die türkische Autorin sieht ihr Urheberrecht verletzt

NÜRTINGEN (jg). Dass Texte von ihr ohne ihr Wissen, ohne ihre Genehmigung und ohne Quellenangabe für einen Leserbrief des Nürtinger OB-Kandidaten Sebastian Kurz verwendet wurden, empört die türkisch-kurdische Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ates zutiefst. Sie habe ihre Lektorin gebeten, den Fall der Rechtsabteilung des Berliner Ullstein-Verlags, in dem ihr Buch „Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können“ erschienen ist, zuzuleiten, sagte sie.

Aus ihrer Sicht sei Sebastian Kurz’ Leserbrief vom 3. September 2010 mit der Überschrift „Multikulti war ein Irrtum“ ein „ganz klares Plagiat“: „Ich bin entsetzt. Der hat ja nicht nur einen Satz von mir geklaut, sondern ganz viele.“ Das empöre sie: „Er hätte ja schreiben können, dass er diese Gedanken in meinem Buch gelesen hat, oder sie ordentlich als Zitat mit Quellenangabe versehen können, wie sich das gehört, wenn man sich korrekt verhält.“

Wenn Sebastian Kurz nun behaupte, er habe keine Urheberrechtsverletzung begangen, dann müsse sie schon fragen, was es aus dessen Sicht denn sei, wenn jemand ganze Passagen wortwörtlich abschreibe: etwa kein Plagiat? Das sei ihre spontane persönliche Meinung, die genaue rechtliche Einschätzung werde nun der Ullstein-Verlag vornehmen.


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