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Nürtingen

Rauschgift als Pfand für Auto

29.11.2011, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bewährungsstrafe für Gastronom wegen des Besitzes von Marihuana und Falschgeld

NÜRTINGEN. Richter Benjamin Bäßler und die beiden Schöffen ließen sich gestern lange Zeit für die Urteilsfindung. Fast 45 Minuten zogen sie sich zur Beratung zurück. Dann stand fest: Der Angeklagte, ein 34-jähriger Italiener, bekam für Rauschgifthandel und Geldfälschung zwei Jahre zur Bewährung. Er durfte den Saal des Nürtinger Amtsgerichts als freier Mann verlassen.

Keine Selbstverständlichkeit, immerhin war er gleich wegen zwei Verbrechen angeklagt. Beide Taten sind mit Mindeststrafen von einem Jahr bewehrt. „Es war eine schwierige Entscheidung“, sagte der Richter nach der Urteilsverkündung, sie sei knapp ausgefallen.

Denn die Beweise gegen den Angeklagten wogen schwer: Anfang August hatte man in einem von ihm angemieteten Pensionszimmer einen Koffer mit 974 Gramm Marihuana gefunden. Später fanden die Ermittler in seinem Auto zwei gefälschte 100-Euro-Banknoten. Bei ihnen reicht das „Feilhalten“ laut Strafgesetzbuch bereits aus, um den Straftatbestand zu erfüllen.

Wie er an beides gelangte, ließ der Angeklagte offen. Was beim Gericht Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen ließ: Er habe zwar gestanden, so Bäßler, allerdings sei das Geständnis sehr schwach. „Es war knapp und wenig überzeugend“, so der Richter. Viele Fragen seien im Dunkeln geblieben.


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