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Putzen macht glücklich

08.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Putzen macht glücklich

Kürzlich stand in der Zeitung zu lesen, dass Putzen glücklich mache. Leider stand nicht dabei, wen. War doch seither Konsens bei der Mehrheit, dass der Umgang mit Feudel und Besen ein notwendiges Übel sei und Menschen, die das allzu exzessiv betreiben, vielleicht ein Fall für den Seelenklempner sind. Klar ist auch, dass sich im völlig verdreckten Ambiente auch nur zweifelhafte Figuren glücklich fühlen. Also wird geputzt, damit der Besuch nicht rückwärts wieder aus der Wohnung fällt, damit nicht eines Tages der Kammerjäger kommen muss, damit die Nachbarn nichts zu tratschen haben oder weil das zum Berufsbild der Hausfrau einfach dazugehört. Aber um Glücksgefühle zu empfinden? Glücksgefühle stellen sich doch erst ein, wenn der Eimer wieder im Schrank steht und alles blitzt und blinkt. Doch würden die sich nicht genauso einstellen, wenn man schön essen gehen und unterdessen ein Heinzelmännchen die Wohnung auf Hochglanz wienern würde? Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass sich das Glücksgefühl nicht zwangsläufig beim Putzenden einstellt, sondern bei dem, der vom Ergebnis profitiert. Unrepräsentative Stichproben bei Teilen der (oft männlichen) Bevölkerung ergeben, dass viele ein zufriedenes Leben führen, ohne jemals einen Putzlappen anzufassen solange es ein(e) andere(r) für sie tut. Vielleicht ist das mit dem Putzen ganz ähnlich wie mit dem Joggen: die einen schwärmen von den Glücksgefühlen, die es in ihnen auslöst, die anderen bekommen höchstens Seitenstechen davon. bg


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