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Nürtingen

Nürtinger Feuerwehr probte den Ernstfall im Hochhaus

06.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn in einem Hochhaus Feuer ausbricht, ist das für die Feuerwehr immer eine besondere Herausforderung und nicht mit einem Brand in einem normalen Wohnhaus zu vergleichen. Deshalb übte die Nürtinger Feuerwehr mit den Löschzügen 1 und 3 sowie der Abteilung Neckarhausen am Montagabend diesen besonderen Fall im Hochhaus in der Liebermannstraße im Nürtinger Roßdorf. Mit acht Fahrzeugen und 48 Mann waren sie angerückt. Simuliert wurde ein Brand im zehnten Stock, der mit einer Nebelmaschine völlig vernebelt wurde. Zwei Puppen dienten als verletzte Personen, die gerettet werden mussten. Ziel der Übung war, Schwachstellen aufzudecken und neue Taktiken auszuprobieren. Dabei darf auch die Funktion der Aufzüge und deren Maschinenhaus auf dem Dach nicht außer Acht gelassen werden. Sowohl die Kellerräume als auch die Wirtschaftsräume im 20. Stock wurden nach Personen durchsucht, die eventuell dorthin geflüchtet sein könnten. Einsatzleiter Axel Krämer, der die Übung organisierte, war dann auch recht zufrieden. „Die Menschenrettung hat sehr schnell geklappt, eine große Herausforderung ist die Kommunikation im Treppenhaus über Funk. Das funktionierte sehr gut“, so Krämer. Auch die physische Belastung seiner Männer unterschätzt Krämer nicht: „Sie müssen auch die oberen Stockwerke mit voller Ausrüstung schnellstmöglich über das Treppenhaus erreichen“. Kommandant Rolf Binder war hochzufrieden mit der Leistung der Floriansjünger: „Die Übung hat gezeigt, dass wir mit unserer Taktik bei solchen Gebäuden sehr gut aufgestellt sind“. jh

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