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Neulich, am Rubikon

11.01.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Am 10. Januar des Jahres 49 vor Christus wurde der Rubikon das erste Mal endgültig überschritten. Das eigentlich unbedeutende Gewässer war in antiker Zeit der Grenzfluss zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem eigentlichen Italien. Der große Staatsmann Julius Caesar, Totengräber der Römischen Republik, hätte eigentlich sein Heer entlassen und den Oberbefehl über seine Eroberungen Illyrien und Gallien abgeben sollen, bevor er nach Rom zurückkehrte, um sich dort zum Konsul wählen zu lassen. Doch er dachte nicht daran, überschritt mit seinen Truppen den besagten Rubikon.

Als genialer PR-Stratege nahm er die Öffentlichkeitsarbeit zur Tat gleich selbst in die Hand und ließ seinen Biographen Sueton einen dramatischen Dialog abfassen, der mit den berühmten Worten „Alea iacta est“ – „Der Würfel ist geworfen“ – endet. Damit machte er deutlich, dass es nun kein Zurück mehr gab und es Krieg, Bürgerkrieg, geben würde. Als dieser zu Ende war, war es auch mit der Römischen Republik zu Ende und Caesar war Alleinherrscher bis zu den ebenso sprichwörtlichen Iden des März 44 vor unserer Zeitrechnung.


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