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Nürtingen

Keine Fotos, bitte

22.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Kürzlich habe ich Post von einem Mann bekommen. Er hat von mir auf offener Straße ein Foto gemacht und dann mit Hilfe des Autokennzeichens meine Adresse ausfindig gemacht. Nun verlangt er Geld von mir, sogar einen Überweisungsträger hat er beigefügt. Ich bin ganz verzweifelt.

Doch ich bin nicht alleine: Einem Mann aus Potsdam ist es genauso ergangen. Deshalb hat er sofort geklagt, weil er seine allgemeinen Persönlichkeitsrechte durch die Knipser am Straßenrand verletzt sieht. Da könne ja jeder kommen und ihn fotografieren und das geht nun wirklich nicht, sagt er. Er reichte eine Verfassungsbeschwerde ein – leider erfolglos.

Er sei selbst schuld daran, dass man ihn so einfach fotografiert hat, schließlich war er recht rasant unterwegs und hat so den Grund fürs Foto geliefert, sprachen die Richter weise und recht. Immerhin fuhr er außerhalb einer geschlossenen Ortschaft 37 Kilometer in der Stunde schneller als erlaubt. Dass dann ein besonders teurer Passbildautomat an der Straße wartet, ist nicht gegen das Persönlichkeitsrecht, sondern persönliches Pech.


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