Anzeige

Nürtingen

Kein Heim für den Keim

13.10.2018, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Montag ist der zehnte Welt-Hände-Waschtag – Eine kleine Geste kann viele Infektionskrankheiten verhindern

Am Montag erinnert die Weltgesundheitsorganisation daran, wie wichtig es ist, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen. Denn über Handkontakt können viele Krankheiten übertragen werden. Ute Götz, Hygienefachkraft an den Medius-Kliniken Nürtingen-Kirchheim, sagt, wann Händewaschen nötig ist und wann es das Gegenteil des Gewünschten bewirkt.

Wie wichtig saubere Hände sind, fand der ungarndeutsche Chirurg Ignaz Semmelweis in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf schmerzliche Art und Weise heraus. Die Sterblichkeit auf der von ihm betreuten Entbindungsstation in Wien lag so hoch, dass sich die Frauen weigerten, dorthin zu gehen. Erst als einer seiner Studenten nach dem Sezieren eines Leichnams eine Blutvergiftung erlitt, deren Symptome dem gefürchteten Kindbettfieber ähnelten, erkannte er den Zusammenhang zwischen den Keimen an den Händen der Ärzte und den Infektionen. Fortan arbeitete er daran, Hygienevorschriften für Ärzte und Pflegepersonal einzuführen. Heute gilt er auf dem Gebiet als Pionier. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass Semmelweis von zeitgenössischen Kollegen als „Nestbeschmutzer“ bezeichnet wurde.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 19% des Artikels.

Es fehlen 81%



Anzeige

Nürtingen