Nürtingen

Jahrtausendwinter

21.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Kaum fallen mal mehr als fünf Zentimeter Schnee am Stück, wird in der Zeitung das Schneechaos ausgerufen. Gewöhnlicher Winter war früher, heute gilt ausschließlich der Superlativ, es wird der Jahrtausendwinter herbeigeschrieben und -geredet. Wie gut, dass das Jahrtausend noch jung ist, wer weiß, wie der Winter im Jahr 2411 ausfällt?

Zur Erinnerung: wir leben in einer Warmzeit, die Vegetationsperiode, also die Zeit, in der Pflanzen wachsen, hat sich in den vergangenen Jahren schon ziemlich verlängert. Im vergangenen Jahrtausend, da gab es noch Winter, die die Bezeichnung „Jahrtausendwinter“ verdienten: die Jahre 1570 bis 1630 und 1675 bis 1715 gelten als „kleine Eiszeit“. Erst seit 1850 steigen die Temperaturen wieder an. Lange Winter und nasskalte Sommer sorgten damals für schlechte Ernten, die Menschen hungerten und es gab starke soziale Spannungen. Auf der Suche nach Schuldigen vergriff man sich unter anderem an vermeintlichen Hexen und Juden. Auch der Dreißigjährige Krieg fällt in diese ungemütlichen Zeiten und viele Historiker vermuten, die Französische Revolution wäre ausgeblieben, wenn das Wetter nur ein wenig freundlicher gewesen wäre.

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