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Nürtingen

"Integration lässt sich nicht verordnen"

15.02.2006, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kritik auch aus Nürtingen und Umgebung zu umstrittenem Leitfaden zur Einbürgerung – Beim Landratsamt baut man auf Erfahrung

NÜRTINGEN. Gesinnungstest oder berechtigte Überprüfung der Verfassungstreue? Die Diskussion um den Leitfaden des baden-württembergischen Innenministeriums zur Einbürgerung nimmt kein Ende. Innenminister Rech weht der Wind ins Gesicht, gerade auch aus den Städten und Gemeinden, in denen das Zusammenleben zwischen Bürgern unterschiedlicher Herkunftsländer, Kulturen und Ethnien stattfindet. Auch in Nürtingen und Umgebung mehren sich kritische Stimmen.

Der Internationale Koordinierungsausschuss in Nürtingen (IKN), in dem seit Jahrzehnten Vertreter verschiedener Nationalitäten an einem Tisch sitzen, warf bereits im Januar öffentlich dem Innenminister vor, Muslime zu Wahlkampfzwecken zu missbrauchen und aufgrund ihrer Religion und Herkunft einer Sonderbehandlung zu unterziehen. Mit demselben Vorwurf wandte sich aus Neckartenzlingen jetzt „allna“ (Alle Nationalitäten) mit einem offenen Brief an den Innenminister. Auch viele deutsche Familien oder Migrantenfamilien anderen Kulturen und Religionen, so heißt es darin, lebten leider noch nicht die Gleichberechtigung unter den Geschlechtern, die Toleranz gegenüber Homosexuellen oder die Gewaltfreiheit gegenüber Frauen und Kindern.


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