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Nürtingen

In Tauberfranken

19.09.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Die Hohenloher Ebene und Tauberfranken waren das Ziel des Jahresausflugs der Heimatgruppe Nürtingen des Deutschen Böhmerwaldbundes. Zunächst ging es nach Jagsthausen, wo sich die Reisegesellschaft das Schloss anschaute, üblicherweise Schauplatz der Götz-von-Berlichingen-Festspiele. Weiter ging es bei der von Alfred Kopany organisierten Ausfahrt nach Bad Mergentheim, wo zwei Stadtführer auf die Reisegruppe warteten. In zwei Gruppen ging es durch die Stadt. Das alte Rathaus wurde in Augenschein genommen, dazu erläuterte der Stadtführer die bauliche und politische Geschichte, ein wichtiges Thema waren die Deutschordensritter, die jahrhundertelang ihren Hauptsitz in der Stadt hatten und dafür repräsentative Bauten erstellten. Im Schloss der Deutschordensritter konnten die Teilnehmer die freitragende Wendeltreppe im Schlossturm bestaunen, 1574 erbaut von Blasius Bewart und auch heute noch eine architektonische Meisterleistung, an der 30 Jahre lang gebaut wurde. Danach gab es noch eine kurze Abhandlung über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in der Neuzeit, die sich mit der Entdeckung von Heilwasser als Heil- und Kurbad rasant entwickelte, bis die Gesundheitsreform und das damit einhergehende Kostensenkungsprogramm zahlreiche Kurbetriebe vor unlösbare Probleme stellte. Durch den Zuzug und die Gründung neuer technologischer Firmen konnte das Strukturproblem gelöst werden. Mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten steht die Region wirtschaftlich hervorragend da.

Nach dem Mittagessen fuhr die Gruppe weiter zum Riemenschneider-Altar in Creglingen, wo jeder mit den ausliegenden Erläuterungen selbst in das kunstvoll ausgestattete Kleinod eintreten und die Kunst des wohl begabtesten deutschen Schnitzers bewundern konnte.

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