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Nürtingen

Im Nachhinein

19.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Nachhinein

Der Neckar ist schuld. Daran, dass Nürtingen eine Insel ist. Aber keine Insel der Glückseligen. Tatsächlich haben – geologisch gesehen – die Kräfte des Wassers bei der Formung des inselhaften Stadtberges Entscheidendes geleistet. Ein Umlaufberg des Neckars ist nämlich die Erhebung, auf die einstmals die Stadt gesetzt wurde. Der Neckar machte hier eine so heftige Kurve, dass sich innerhalb der Schleife eine Insel bildete. Der freche Fluss floss bald die Abkürzung weiter, der alte Lauf versandete, der Berg blieb übrig. Dann liegt es also auf der Hand: Der Neckar ist auch schuld an den Problemen mit dem Kreuzkirchpark und dem neuen Hölderlinhaus! Warum? Das ist doch klar! Auf einer Insel ist nicht unbegrenzt Platz. Und wenn man dann Neues neben Altem gestalten will, macht sich diese Raumnot besonders bemerkbar. Dann kommen sich schon einmal die planerisch wunderschön erdachten Schleppstufen und der gewachsene Treffpunkt von Familien samt Spielplatz für Kinder zwischen Kreuzkirche und Stadthalle ins Gehege. Und da kann das neu geplante Hölderlinhaus am Beginn der Altstadt aufgrund des verwaltungstechnisch vielleicht sinnvollen Raumprogramms schon einmal so groß werden, dass es vielleicht nicht mehr ganz ins Raumprogramm der Altstadt passt.

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