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Nürtingen

Ideenwettbewerb verschieben?

18.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stadtrat Braun plädiert für gemeinsame Betrachtung beider Neckarufer

NÜRTINGEN (bg). Eigentlich war die aktualisierte Wettbewerbsauslobung zum Ideenwettbewerb „Westlicher Neckar“ am Dienstag nur eine Formalie für den Gemeinderat. Kleinere Änderungen an dem rund 60 Seiten umfassenden Ausschreibungstext galt es zu legitimieren.

Die bedeutendste unter ihnen dürfte sein, dass die Beschränkung auf 25 Teilnehmer aufgehoben wurde. Teilnehmen kann nun jedes Büro (oder ein Zusammenschluss von Büros) mit Stadtplanern und Landschaftsarchitekten. Außerdem soll der Sieger als wirtschaftlichen Anreiz den Auftrag bekommen, den Rahmenplan zu entwickeln. Nichts zu tun hat die Änderung mit dem Kauf des 18 Ar großen Grundstücks, auf dem die „Villa Galgenberg“ steht.

NT-14-Stadtrat Raimund Braun, selbst Landschaftsarchitekt, nutzte die Gelegenheit, um noch ein paar grundsätzliche Worte zu sagen. Er bemängelte, dass der Ideenwettbewerb stattfinde, bevor es einen Hochwasserschutzplan gibt. Die geografische Lage am Neckar und die Soziokultur seien ein besonderes Kapital für die Stadt. Er appellierte noch einmal an die Verwaltung, östliches und westliches Neckarufer gemeinsam zu betrachten, wie es auch der Gestaltungsbeirat angeregt habe. „Jetzt wird die eine Seite mit der Wörth-Bebauung abgewertet und im Westen wird Salbe auf die Wunde geschmiert und das Ufer aufgewertet“, so Braun.

Drei Wettbewerbe in einem Jahr müssten nicht sein, hier solle besser koordiniert werden und der Ideenwettbewerb „Westlicher Neckar“ auf 2016 oder 2017 vertagt werden.

Bei zehn Gegenstimmen aus den Reihen von CDU und NT 14 wurde den Änderungen zugestimmt.

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