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Nürtingen

Hunderte Gläubige begleiteten die Fronleichnamsprozession durch Nürtingen

01.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Duft von Weihrauch und die Musik der Stadtkapelle eilten voraus, als gestern hunderte Gläubige bei der Fronleichnamsprozession durch die Nürtinger Innenstadt zogen – begleitet auf dem Weg von Gebet und Gesang. Beim „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, so die liturgische Umschreibung von Fronleichnam, feiern die katholischen Gläubigen die Eucharistie mit einer heiligen Messe und anschließender Prozession. Anfangs noch in der Stadthalle K3N, ist man inzwischen auf die evangelische Stadtkirche St. Laurentius ausgewichen für den Gottesdienst, und glücklich hier. „Der evangelische Meßner Klaus Hauber von der Stadtkirche hat unseren Gläubigen sogar extra zwei Weihwasserbecken aufgestellt“, freute sich sein katholischer Meßner-Kollege Roland Hensel. „Nur knappe 50 der 500 Hostien sind übrig geblieben“, sagte er weiter. Diese seien auch nicht nur an katholische Gläubige ausgegeben worden sondern auch an die zahlreichen Gäste, denn man feiere schließlich ein christliches Fest für alle Menschen. Da zur katholischen Kirchengemeinde Nürtingen auch die italienische und die kroatische Gemeinde zählen, findet die Messe in Nürtingen in drei Sprachen statt. So wurde Pfarrer Ansgar Leibrecht unterstützt auf italienisch von Pfarrer Don Anthony aus Kenia, sowie dem kroatischen Pastoralreferenten Zeljko Galic. Diese wechselten sich auch bei der Prozession von der Stadtkirche zur katholischen Kirche St. Johannes ab beim Tragen der goldenen Monstranz, welche an diesem Morgen das Sonnenlicht regelrecht golden spiegelte. Doch auch die hochsommerlichen Temperaturen hielten die Gläubigen nicht davon ab, der Prozession vorbei am Ochsenbrunnen und mitten über die durch die Polizei abgesperrte Steinengrabenstraße zu begleiten. Angekommen, erwartete die Pilger der liebevoll geschmückte Blumenteppich, für den sich Ute Schlicht aus dem Roßdorf mit ihrem Team verantwortlich zeigten. „Brot und Wein“ zauberten sie aus Blumen und Gräsern auf den Kirchenboden. Im Anschluss hatte die Gemeinde zu ihrem großen Sommerfest geladen, natürlich auch wieder für alle Interessierten und Nachbarn. jüp/Fotos: jüp

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