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Nürtingen

Harte Brocken bei Klinikabbruch

12.03.2015, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Feuer bei Schneidbrenner-Arbeiten einkalkuliert und schnell im Griff

NÜRTINGEN. Der Abbruch der alten Kreisklinik auf dem Nürtinger Säer liegt in den letzten Zügen und da wartet auf die Abbruchspezialisten im wahrsten Sinne des Wortes noch ein harter Brocken. Zuletzt gilt es, die vertikalen Stahlträger, von denen die Hauptlast des Gebäudes getragen wurde, zu entfernen. Das versuchte man mit Schneidbrennern und dabei kam es zu einem Brand. Diese Möglichkeit sei jedoch einkalkuliert worden, sagt Jan Schnack, der stellvertretende Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Kreiskliniken, auf unsere Anfrage. Deshalb sei auch die Feuerwehr zuvor schon vor Ort bestellt worden. Offenbar hat verflüssigter Stahl die Isolierung in der Zwischendecke zum Untergeschoss entflammt. Dort befindet sich die Physiotherapie-Abteilung, die als einzige saniert worden war, bevor man sich zum Abbruch des restlichen Gebäudes entschloss. Sie wird von der neuen Klinik genutzt und ist mit ihr über einen unterirdischen Gang verbunden.

Bevor man begann, die Stahlträger abzutragen, wurde der Betrieb in der Physiotherapie aus Sicherheitsgründen eingestellt. Der Brand sei schnell gelöscht worden, so Schnack. Jetzt versuche man die Träger mit einem mechanischen Verfahren abzutrennen, um dann die Physiotherapie mit einer stabilen Bodenplatte abzudecken. Man rechne nicht mit Mehrkosten für die Kreiskliniken GmbH, habe man doch einen Fixpreis für den Abbruch des gesamten Gebäudes vereinbart, so Schnack.

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