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Nürtingen

Grün gegen graues Vergessen

08.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Dr.-Vöhringer-Heim gibt es einen Garten für Menschen mit demenzieller Erkrankung

NT-OBERENSINGEN (pm). Else H. streift abwesend mit der flachen Hand über den Lavendel im neuen Garten hinter dem umgestalteten Flügel des Dr.-Vöhringer-Heims. Dann geht sie vorsichtig weiter und streicht sich eine graue Haarsträhne aus dem Gesicht. Was schnuppert sie jetzt? Riecht sie den Lavendel? Erinnert sie sich an ihre Zeit nach dem Krieg in Frankreich? Keiner wird Antworten erfahren, denn die 82-Jährige ist an Demenz erkrankt und weiß nicht mehr oft, was die Realität ist. Für Menschen wie sie ist der neue Garten im Dr.-Vöhringer-Heim angelegt worden. Ein grüner Garten, der Lichtpunkte in die graue Welt des Vergessens setzt.

„Dieser Garten ist in seiner Größe und Gestaltung einzigartig in der Region“, sagt Rainer Storz, Leiter des Baureferats der Samariterstiftung, die das Dr.-Vöhringer-Heim unterhält. Vom Garten aus ist jedes Wohnzimmer jeder Wohngruppe des dreistöckigen Anbaus erreichbar. Der Garten selbst ist mit einem freundlichen, hellbraunen Holzzaun eingefasst. Das bedeutet, jederzeit kann eine Bewohnerin oder ein Bewohner mit dem Aufzug in den Garten fahren und sich dort frei bewegen.


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