Nürtingen

Gerechtigkeit statt Strafe ist das Ziel

08.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Den Täter-Opfer-Ausgleich im Kreis Esslingen gibt es seit 1991 – Im Jahr 2010 waren es 205 Fälle

(pm) Den Täter-Opfer-Ausgleich gibt es im Landkreis Esslingen seit nunmehr 20 Jahren, er wurde 1991 eingeführt. Dieses außergerichtliche Verfahren hat das Ziel, eine Konfliktschlichtung zwischen den Parteien herbeizuführen, eine angemessene Wiedergutmachung für das Opfer anzustreben und den Täter mit der Situation des Opfers zu konfrontieren.

Jochen Ambro erklärt als langjähriger Vermittler im Täter-Opfer-Ausgleich, dass trotz landläufiger Meinung die Opfer einer Straftat keineswegs immer eine harte Bestrafung des Täters verlangen. Der Verletzte will ernst genommen und als Opfer einer Straftat anerkannt werden. Gleichzeitig steht der Wunsch nach Sicherheit im Vordergrund. Einen hohen Stellenwert haben auch das Bedürfnis nach Wiedergutmachung und das Ersetzen des erlittenen Schadens.

Dem Opfer wird in den Gesprächen signalisiert, dass ihm kein Unglück widerfahren ist, sondern Unrecht angetan wurde. Dies trägt dazu bei, persönliche Ängste und seelische Belastung abzubauen und dem Opfer das Vertrauen in die persönliche Sicherheit zurückzugeben.

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