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Der Name des Flusses

14.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) „Panta rhei“ – alles fließt, sagten schon die alten Griechen und prägten die Weisheit, dass man nicht zwei Mal in denselben Fluss steigen kann, weil stets anderes Wasser darin fließt.

Man kann aber zwei Mal in den gleichen Fluss steigen, denn der Rhein bleibt der Rhein bleibt der Rhein, schon seit sich die ersten Menschen an seinen Ufern aus den Kieseln Faustkeile klopften. Deshalb sind Flussnamen meistens uralt und weisen auf Sprachen hin, die längst nicht mehr gesprochen werden, und Völker, die es schon lange nicht mehr gibt. Der Name des Rheins geht auf ein indogermanisches Wort für „fließen“ zurück, ein sprachlicher Vetter findet sich noch in dem Wort „rinnen“ – und in „Panta rhei“. Die französische Rhône klingt nicht nur so ähnlich, sie hat auch dieselbe Wurzel.

Viele Flüsse tragen die Silbe „-ach“ im Namen, man denke nur an die Steinach oder die Brigach. Weitere Versionen des Namens, der hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz vorkommt, sind „-a“, „-aa(r)“ „-aue“ oder „-ohe“. Das Wort kommt aus dem Althochdeutschen „aha“, was nichts weiter bedeutet als „Fließgewässer“. Ein Wortverwandter ist das lateinische „Aqua“ für Wasser.


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