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Der goldene Hut

29.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Am 29. April des Jahres 1835 machte ein Agrarökonom aus Schifferstadt bei Mannheim den Fund seines Lebens. Statt Erde, Steine und Kartoffeln fand er auf seinem Acker einen goldenen Hut. Der war in etwa 60 Zentimeter Tiefe vergraben und das offenbar nicht zufällig. Er war nämlich sorgfältig auf einer Tontafel abgestellt, die allerdings beim Ausbuddeln zerbröselte. In der Grube befanden sich außerdem noch drei Beile, die an den Hut angelehnt waren.

Da der Agrarökonom ein redlicher Mensch war, brachte er den goldenen Hut sogleich zu den Behörden nach Speyer, das damals zum Königreich Bayern gehörte.

Dort ist der Hut noch immer, man kann ihn heute im Historischen Museum in Speyer bewundern. Und der Hut ist bewundernswert. Er ist 30 Zentimeter hoch, kegelförmig und hat einen Durchmesser von 18 Zentimetern, war also nur für sehr kleine Köpfchen gemacht. Gefertigt wurde der Hut aus Goldblech etwa 1300 bis 1400 vor unserer Zeitrechnung.

Der Hut, so vermuten Wissenschaftler, war nur die Außenhülle einer Kopfbedeckung mit Kinnriemen, die die Zeiten nicht überdauert hat. Getragen wurde der Hut vermutlich von Priestern eines Sonnenkultes, was die Abbildung auf einer Grabplatte aus Südschweden nahelegt.


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