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Dem „Kantor Schwabens“ gehuldigt

03.07.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Filmabend über Richard Gölz im K2O in Oberensingen – Jüdische Mitbürger versteckt

Ein Abend im Gemeindehaus K2O widmete sich dem Leben und Werk von Richard Gölz. pm

NT-OBERENSINGEN (pm). Die Sängerinnen und Sänger des Vokalensembles „capella laurentiana“ waren am letzten Junitag zu Gast im Oberensinger Ökumenischen Gemeindehaus K2O, um den Filmabend über Richard Gölz, den „Kantor Schwabens“, zu umrahmen. Sie sangen Werke aus seinem Chorgesangbuch, das früher laut Bezirkskantorin Angelika Rau-Čulo zum Standardrepertoire eines jeden Kirchenchors in Württemberg gehörte, das nun aber bei den nachfolgenden Generationen in Vergessenheit zu geraten scheint. Das ist mehr als schade, denn der Pfarrer und Kirchenmusiker Richard Gölz hat in Württemberg Epochales geleistet. Er war ein Grenzgänger zwischen Theologie und Musik, aber auch zwischen den christlichen Konfessionen – er konvertierte 1949 zum orthodoxen Glauben.

Wie es zu diesem Schritt kam, versucht der Film „Der Kantor Schwabens“ von Oleg Timofeyev und Sabine Gölz, der Enkelin von Gölz, behutsam und bildgewaltig zu beleuchten. Aus einem Lehrerhaushalt stammend brachte sich Gölz das Klavierspielen autodidaktisch bei und bildete sich im Theologiestudium und später als Pfarrer weiter im musikalischen Bereich fort.


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