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Nürtingen

Daheim zum 1. Mai?

29.04.2017, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Resonanz auf die Feiern zum Tag der Arbeit wird immer geringer

Als Willy Brandt und auch Kurt Georg Kiesinger sprachen, war der Platz vor dem Reichstag schwarz vor Menschen. Mit den Jahrzehnten lichteten sich die Reihen bei den Maikundgebungen freilich immer mehr. Der große Festtag der Arbeiterbewegung scheint zur Randerscheinung avanciert. Lautet das Motto etwa nicht mehr „Hinaus zum 1. Mai“, sondern „Daheim zum 1. Mai“?

Da war noch was los: der 1. Mai 1974 am Nürtinger Waldheim. Foto: NZ-Archiv

Kaum zu glauben, aber wahr: Vor einem halben Jahrhundert gab es im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung sogar drei Maifeiern: Im „überfüllten Wendlinger Naturfreundehaus“ sprach der frischgebackene SPD-Wirtschaftsminister Hans-Otto Schwarz (ein Nürtinger), der Musikverein der Stadt spielte auf. Auch vor der Nürtinger Stadthalle gab sich ein Politiker die Ehre: der Balinger SPD-Landtagsabgeordnete Erich Emmrich, der zugleich Bezirksleiter der Gewerkschaft Bau-Steine-Erden war. Für „schmissige Weisen“ sorgte die Nürtinger Stadtkapelle. Hier wie auch beim Ausklang am Waldheim im Roßdorf mit dem Musikverein Neckarhausen wimmelte es nur so von Menschen.

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