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Nürtingen

"Dagegen ist Afghanistan ein Klacks"

17.10.2008, Von Anna-Madeleine Metzger — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Petra Bigge arbeitet seit zwei Jahren mit Flüchtlingen im Sudan und berichtete über ihre Erfahrungen

NÜRTINGEN. Rund 42 Millionen Menschen auf der Welt sind laut Schätzungen der Vereinten Nationen Flüchtlinge, viele von ihnen wurden vertrieben oder flohen vor dem Krieg. „Mach den Raum deines Zeltes weit“, fordert deshalb das internationale katholische Missionswerk „Missio“, das Einrichtungen auf der ganzen Welt – vor allem durch pastorale Arbeit und die Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter – unterstützt. Von „Missio“ in den Südsudan entsandt wurde vor nunmehr zwei Jahren Schwester Petra Bigge, die am Montagabend im Nürtinger Stephanushaus über ihre beeindruckenden, oft schwierigen und doch erfüllenden Erfahrungen berichtete.

„Der letzte Bürgerkrieg, der 21 Jahre andauerte, endete im Jahr 2005“, erklärte die Missionsschwester. Seither bestehe zwar Frieden auf dem Papier, doch Konflikte zwischen dem muslimisch-arabischen Norden und dem christlich-schwarzafrikanischen Süden des Landes bestimmten die Tagesordnung. Der Sudan besitze reichhaltige Ölvorkommen, der Großteil davon gehe nach China. 20 000 chinesische Soldaten befänden sich im Land, um die Ölpipeline abzusichern, die Regierung unterstütze sudanesische Rebellen mit Waffenlieferungen – trotz Waffenembargos.


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