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Bunte Luftballons am Grab

15.07.2010, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Ramsaier sprach im Martin-Luther-Hof über den Wandel der Bestattungskultur

NÜRTINGEN. Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel. Wo früher Erdbestattungen mit kirchlicher Trauerfeier selbstverständlich waren, eröffnen sich heute zahlreiche und individuelle Alternativen. Über diesen Wandel sprach der Bestattungsunternehmer Helmut Ramsaier im Rahmen des evangelischen Bezirkskirchentags am Dienstagabend im Martin-Luther-Hof.

Die Bestattungskultur bewege sich in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch zur Rückkehr zu Vertrautem und einer zeitgemäßen Anpassung an die Wünsche einer von Individualität, Mobilität und Globalität geprägten Gesellschaft. „Dabei vermischen sich in unserer modernen, zunehmend säkularen Gesellschaft alte wie neue, religiöse wie säkulare, aber auch nationale und internationale Rituale“, sagte Ramsaier.

Eine Rolle spiele aber auch die Vereinsamung vieler Menschen. „Freundeskreise, die früher Stütze, Hilfe und Beistand waren, fallen immer häufiger aus“, so Ramsaier. Hinzu komme, dass die Familie als Auffangbecken immer weiter wegbreche. Einen Großteil dieses Defizits müssten die Bestatter ausgleichen, die zunehmend auch in die Rolle von Seelsorgern schlüpfen.

Menschen setzen sich bewusster mit dem Thema Tod auseinander


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