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Nürtingen

Apfelbaum-Apokalypse

30.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen“, so zuversichtlich gab sich einst Martin Luther. Der drohende Weltuntergang ist ein Szenario, das seit Menschengedenken immer wieder gerne propagiert wird. Bücher darüber werden zu Bestsellern, Filme, die entweder unmittelbar vor, während oder nach der Apokalypse spielen, fast schon garantiert zu Blockbustern. Lange bevor es Kinos, Bücher oder Theater gab, zogen Wanderprediger von Dorf zu Dorf und berichteten vom nahenden Jüngsten Gericht.

Heute sitzen die geistigen Nachfahren dieser Prediger zu Hause und verbreiten ihre Endzeitfantasien via Internet. Die derzeit beliebteste Version des Endes der Welt basteln Gegenwarts-Endzeitpropheten am liebsten um den Maya-Kalender. Ihre Version: Der Kalender endet angeblich am 21. Dezember 2012. Dann zeigte der Kalender, nach dem die Maya sich einst richteten, wieder den Tag der Schöpfung an. Das klingt dramatischer als es ist. Schließlich kommt dieses Ereignis alle 5125 Jahre vor. Zuletzt stand der Kalender im Jahr 3113 vor Christus auf null. Der Maya-Kalender wäre am 21. 12. 12 nur ein zweites Mal komplett durchgelaufen. Weder wird an diesem Tag die erste Stufe der Menschheit noch die Welt enden. Es beginnt lediglich ein kalendarisches Rechenmodell von vorne.


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