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Nürtingen

Amtlich geplündert

07.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) Die Zeiten ändern sich, die Menschen offenbar nicht. Seit jeher war die Gier nach Macht und Besitz anscheinend ein entscheidender Handlungstrieb des Homo sapiens – auch desjenigen mit dem Beinamen „nürtingiensis“, wie ein Bericht über eine Verhandlungsperiode des zuständigen Vogtsgerichts aus dem Jahr 1619 deutlich macht.

Danach wurde dem Nürtinger Stadtgericht (das viele Funktionen eines heutigen Gemeinderates erfüllte, aber keineswegs ein demokratisch gewähltes Gremium wie ein solcher war) vorgeworfen, es mit der Umsetzung herzoglicher Steuergesetzgebung nicht so genau genommen zu haben. Man hatte sich einfach geweigert, die Gülten (heute: Zinsen) „in die Steuer zu legen“, was wohl heißen sollte, dass bei der Umlage der städtischen Steuerlast auf die einzelnen Steuerpflichtigen deren jeweilige Zinseinnahmen oder -belastungen in die Berechnung mit aufgenommen würden.


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