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Ärzteschaft "am Nasenring der Ethik"

17.01.2006, Von Irene Strifler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Riesenandrang gestern bei Protestveranstaltung in der Kirchheimer Stadthalle – „Überbürokratisierung und mangelnde Wertschätzung“

Sie fühlen sich als „Gesundheitsverwalter in einem kranken System“, als „Geldeintreiber für die Kassen“ oder als „Überweisungsausfüller“ und beklagen „die Entarztung des Arztberufs“. Tiefe Unzufriedenheit kennzeichnete die Protestkundgebung der Ärzte gestern in der Kirchheimer Stadthalle. Im Vordergrund aller Klagen stehen „Überbürokratisierung und mangelnde Wertschätzung ärztlicher Tätigkeit“.

Tausende von Praxen in Nordwürttemberg blieben gestern zu, etliche im Bereich der Kreisärzteschaft. Das wird am Freitag nicht anders sein. Die niedergelassenen Ärzte machen mobil. Vor allem die wachsende Bürokratisierung eines Berufs, den die überwiegende Mehrheit aus dem Bestreben ergriffen hat, Menschen helfen zu wollen, sorgt für Frust.


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