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Nürtingen

Ärger mit den „Zementschweinigeln“

02.11.2011, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martin Riekert: ein vergessener Kämpfer für die Natur und gegen die Tyrannei

Ein flapsiger Eintrag in ein Gästebuch kann ganz schön heftige Folgen haben. Auch ohne Facebook wird man beobachtet. Diese Erfahrung musste schon vor 100 Jahren ein Referendar am Nürtinger Amtsgericht machen. Weil ihm der Kragen über das Zementwerk geplatzt war, wurde er beim Königlichen Justizministerium angezeigt.

NÜRTINGEN/NEUFFEN. Für Nürtingen war es sicher eine Katastrophe: Am Neckar brannte kurz vor Ende des Königreichs Württemberg das Zementwerk ab. Die Portland Cementwerke Heidelberg & Mannheim A.G., die noch bis in die 70er-Jahre am Albtrauf aktiv waren und Nürtingen als „Stadt der grauen Dächer“ landesweit bekannt gemacht hatten, überlegten daraufhin, die Oberamtsstadt als Sitz aufzugeben und komplett nach Neuffen überzusiedeln.

Damit wären sie ja näher am Steinbruch am Hörnle gewesen – jenem Berg, den sie ein halbes Jahrhundert ohnehin komplett abtragen wollten, um einen Durchbruch vom Steinach- ins Ermstal zu schaffen (was an der – vom damaligen Landrat Ernst Schaude angeführten – Rebellion der Bürger scheiterte).


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